Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Typische Berufskleidung

Aufwendungen für typische Berufskleidung sind als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz-EStG). Zur typischen Berufskleidung zählt die Finanzverwaltung u.a. Arbeitsschutzkleidung oder Kleidungsstücke, die nach ihrer z.B. uniformartigen Beschaffenheit oder dauerhaften Kennzeichnung (durch Firmenlogo usw.) objektiv eine berufliche Funktion erfüllen (R 3.31 der Lohnsteuer-Richtlinien 2014). Der Bundesfinanzhof hat 2013 entschieden, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung keine Werbungskosten darstellen (Urt. v. 13.11.2013, VI B 40/13).

Bürgerliche Kleidung

Zur „bürgerlichen Kleidung“ zählt auch die Businesskleidung wie Anzüge, Hemden und Schuhe. Diesbezügliche Aufwendungen können nach Auffassung des Finanzgerichts Hamburg (Urt. v. 26.03.2014, 6 K 231/12) nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend gemacht werden. Vergeblich geklagt hat ein angestellter Rechtsanwalt. Das Finanzgericht begründete seine Entscheidung u. a. damit, dass eine private Nutzungsmöglichkeit der Kleidung nicht so gut wie ausgeschlossen ist. Ebenso wenig als Werbungskosten abziehbar sind Aufwendungen eines Croupiers für einen schwarzen Anzug (FG Baden-Württemberg v. 31.01.2006, 4 K 448/01).

Dienstanweisung

Selbst eine vom Arbeitgeber per Dienstanweisung vorgeschriebene Kleidung stellt keine typische Berufskleidung dar. Der Bundesfinanzhof hat 1996 entschieden, dass ein zur bürgerlichen Kleidung gehörendes Kleidungsstück nicht dadurch zur typischen Berufskleidung wird, weil es nach der Dienstanweisung des Arbeitgebers zur Dienstbekleidung zählt und ein Dienstabzeichen aufgenäht ist. Geklagt hat ein Forstamtsleiter, der sich einen Lodenmantel anschaffte und die Kosten als Werbungskosten geltend machen wollte. Selbst mit dem Dienstabzeichen sei die private Nutzung nicht nahezu ausgeschlossen (Urt. v. 19.01.1996, VI R 73/94).

Stand: 29. Juli 2014

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Typische Berufskleidung

Aufwendungen für typische Berufskleidung sind als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz-EStG). Zur typischen Berufskleidung zählt die Finanzverwaltung u.a. Arbeitsschutzkleidung oder Kleidungsstücke, die nach ihrer z.B. uniformartigen Beschaffenheit oder dauerhaften Kennzeichnung (durch Firmenlogo usw.) objektiv eine berufliche Funktion erfüllen (R 3.31 der Lohnsteuer-Richtlinien 2014). Der Bundesfinanzhof hat 2013 entschieden, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung keine Werbungskosten darstellen (Urt. v. 13.11.2013, VI B 40/13).

Bürgerliche Kleidung

Zur „bürgerlichen Kleidung“ zählt auch die Businesskleidung wie Anzüge, Hemden und Schuhe. Diesbezügliche Aufwendungen können nach Auffassung des Finanzgerichts Hamburg (Urt. v. 26.03.2014, 6 K 231/12) nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend gemacht werden. Vergeblich geklagt hat ein angestellter Rechtsanwalt. Das Finanzgericht begründete seine Entscheidung u. a. damit, dass eine private Nutzungsmöglichkeit der Kleidung nicht so gut wie ausgeschlossen ist. Ebenso wenig als Werbungskosten abziehbar sind Aufwendungen eines Croupiers für einen schwarzen Anzug (FG Baden-Württemberg v. 31.01.2006, 4 K 448/01).

Dienstanweisung

Selbst eine vom Arbeitgeber per Dienstanweisung vorgeschriebene Kleidung stellt keine typische Berufskleidung dar. Der Bundesfinanzhof hat 1996 entschieden, dass ein zur bürgerlichen Kleidung gehörendes Kleidungsstück nicht dadurch zur typischen Berufskleidung wird, weil es nach der Dienstanweisung des Arbeitgebers zur Dienstbekleidung zählt und ein Dienstabzeichen aufgenäht ist. Geklagt hat ein Forstamtsleiter, der sich einen Lodenmantel anschaffte und die Kosten als Werbungskosten geltend machen wollte. Selbst mit dem Dienstabzeichen sei die private Nutzung nicht nahezu ausgeschlossen (Urt. v. 19.01.1996, VI R 73/94).

Stand: 29. Juli 2014

Mindestlohn ab 2015

Mindestlohn ab 2015

8,50 € pro Arbeitsstunde Pflicht für alle Arbeitnehmer

8,50 € pro Arbeitsstunde Pflicht für alle Arbeitnehmer

Mindestlohngesetz

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (vom 02. 04.2014) hat die Bundesregierung unter anderem ein neues Mindestlohngesetz auf den Weg gebracht, welches vom Parlament voraussichtlich ab Juli verabschiedet wird. Das neue Mindestlohngesetz schreibt ab dem 01.01.2015 einen Mindestbruttolohn von 8,50 € pro Zeitstunde fest.

Geltungsbereich

Der neue Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer. Ausgenommen sein sollen lediglich Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten nach ihrer Neueinstellung, Jugendliche unter 18 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Auszubildende. Dem Mindestlohn unterliegen grundsätzlich auch alle Praktikanten mit Ausnahme jener, die ein verpflichtendes Praktikum im Rahmen einer Schulausbildung oder eines Studiums absolvieren. Ausgenommen sind auch so genannte Schnupperpraktikanten oder Arbeitsverhältnisse im Rahmen freiwilliger Praktika für einen Zeitraum von maximal 3 Monaten.

Gestaltungsmißbrauch

Das Gesetz sieht hohe Geldbußen für Fälle vor, in denen gegen den Mindestlohn durch missbräuchliche Konstruktionen und dergleichen verstoßen wird. Im Einzelfall können Geldbußen bis zu 500.000 € verhängt werden (vgl. § 21 MiLoG-E).

Übergangsregelung

Bis zum 31.12.2016 sollen vom neuen Mindestlohngesetz abweichende tarifvertragliche Regelungen weiterhin gelten, sofern diese für alle unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallenden Arbeitgeber mit Sitz im In- oder Ausland sowie deren Arbeitnehmer verbindlich gemacht worden sind (§ 24 Mindestlohngesetz MiLoG-E).

Dies gilt ebenso für Rechtsverordnungen auf Grundlage des Arbeitnehmerentsende- und des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Ab dem 01.01.2017 ist der neue Mindestlohn für alle Arbeitnehmer verbindlich. Vorrangig gelten dann nur noch Regelungen, die ein Entgelt festschreiben, welches die Höhe des Mindestlohns nicht unterschreitet (§ 1 Abs. 3 MiLoG-E). Damit kann der Mindestlohn nur noch bis 31.12.2016 durch entsprechende Tarifverträge, die eine geringere Entlohnung vorsehen, unterschritten werden.

Stand: 24. Juni 2014

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Typische Berufskleidung

Aufwendungen für typische Berufskleidung sind als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz-EStG). Zur typischen Berufskleidung zählt die Finanzverwaltung u.a. Arbeitsschutzkleidung oder Kleidungsstücke, die nach ihrer z.B. uniformartigen Beschaffenheit oder dauerhaften Kennzeichnung (durch Firmenlogo usw.) objektiv eine berufliche Funktion erfüllen (R 3.31 der Lohnsteuer-Richtlinien 2014). Der Bundesfinanzhof hat 2013 entschieden, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung keine Werbungskosten darstellen (Urt. v. 13.11.2013, VI B 40/13).

Bürgerliche Kleidung

Zur „bürgerlichen Kleidung“ zählt auch die Businesskleidung wie Anzüge, Hemden und Schuhe. Diesbezügliche Aufwendungen können nach Auffassung des Finanzgerichts Hamburg (Urt. v. 26.03.2014, 6 K 231/12) nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend gemacht werden. Vergeblich geklagt hat ein angestellter Rechtsanwalt. Das Finanzgericht begründete seine Entscheidung u. a. damit, dass eine private Nutzungsmöglichkeit der Kleidung nicht so gut wie ausgeschlossen ist. Ebenso wenig als Werbungskosten abziehbar sind Aufwendungen eines Croupiers für einen schwarzen Anzug (FG Baden-Württemberg v. 31.01.2006, 4 K 448/01).

Dienstanweisung

Selbst eine vom Arbeitgeber per Dienstanweisung vorgeschriebene Kleidung stellt keine typische Berufskleidung dar. Der Bundesfinanzhof hat 1996 entschieden, dass ein zur bürgerlichen Kleidung gehörendes Kleidungsstück nicht dadurch zur typischen Berufskleidung wird, weil es nach der Dienstanweisung des Arbeitgebers zur Dienstbekleidung zählt und ein Dienstabzeichen aufgenäht ist. Geklagt hat ein Forstamtsleiter, der sich einen Lodenmantel anschaffte und die Kosten als Werbungskosten geltend machen wollte. Selbst mit dem Dienstabzeichen sei die private Nutzung nicht nahezu ausgeschlossen (Urt. v. 19.01.1996, VI R 73/94).

Stand: 29. Juli 2014

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Werbungskostenabzug für Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Businesskleidung ist keine typische Berufskleidung

Typische Berufskleidung

Aufwendungen für typische Berufskleidung sind als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 Einkommensteuergesetz-EStG). Zur typischen Berufskleidung zählt die Finanzverwaltung u.a. Arbeitsschutzkleidung oder Kleidungsstücke, die nach ihrer z.B. uniformartigen Beschaffenheit oder dauerhaften Kennzeichnung (durch Firmenlogo usw.) objektiv eine berufliche Funktion erfüllen (R 3.31 der Lohnsteuer-Richtlinien 2014). Der Bundesfinanzhof hat 2013 entschieden, dass Aufwendungen für bürgerliche Kleidung keine Werbungskosten darstellen (Urt. v. 13.11.2013, VI B 40/13).

Bürgerliche Kleidung

Zur „bürgerlichen Kleidung“ zählt auch die Businesskleidung wie Anzüge, Hemden und Schuhe. Diesbezügliche Aufwendungen können nach Auffassung des Finanzgerichts Hamburg (Urt. v. 26.03.2014, 6 K 231/12) nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit geltend gemacht werden. Vergeblich geklagt hat ein angestellter Rechtsanwalt. Das Finanzgericht begründete seine Entscheidung u. a. damit, dass eine private Nutzungsmöglichkeit der Kleidung nicht so gut wie ausgeschlossen ist. Ebenso wenig als Werbungskosten abziehbar sind Aufwendungen eines Croupiers für einen schwarzen Anzug (FG Baden-Württemberg v. 31.01.2006, 4 K 448/01).

Dienstanweisung

Selbst eine vom Arbeitgeber per Dienstanweisung vorgeschriebene Kleidung stellt keine typische Berufskleidung dar. Der Bundesfinanzhof hat 1996 entschieden, dass ein zur bürgerlichen Kleidung gehörendes Kleidungsstück nicht dadurch zur typischen Berufskleidung wird, weil es nach der Dienstanweisung des Arbeitgebers zur Dienstbekleidung zählt und ein Dienstabzeichen aufgenäht ist. Geklagt hat ein Forstamtsleiter, der sich einen Lodenmantel anschaffte und die Kosten als Werbungskosten geltend machen wollte. Selbst mit dem Dienstabzeichen sei die private Nutzung nicht nahezu ausgeschlossen (Urt. v. 19.01.1996, VI R 73/94).

Stand: 29. Juli 2014

Mindestlohn ab 2015

Mindestlohn ab 2015

8,50 € pro Arbeitsstunde Pflicht für alle Arbeitnehmer

8,50 € pro Arbeitsstunde Pflicht für alle Arbeitnehmer

Mindestlohngesetz

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (vom 02. 04.2014) hat die Bundesregierung unter anderem ein neues Mindestlohngesetz auf den Weg gebracht, welches vom Parlament voraussichtlich ab Juli verabschiedet wird. Das neue Mindestlohngesetz schreibt ab dem 01.01.2015 einen Mindestbruttolohn von 8,50 € pro Zeitstunde fest.

Geltungsbereich

Der neue Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer. Ausgenommen sein sollen lediglich Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten nach ihrer Neueinstellung, Jugendliche unter 18 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung und Auszubildende. Dem Mindestlohn unterliegen grundsätzlich auch alle Praktikanten mit Ausnahme jener, die ein verpflichtendes Praktikum im Rahmen einer Schulausbildung oder eines Studiums absolvieren. Ausgenommen sind auch so genannte Schnupperpraktikanten oder Arbeitsverhältnisse im Rahmen freiwilliger Praktika für einen Zeitraum von maximal 3 Monaten.

Gestaltungsmißbrauch

Das Gesetz sieht hohe Geldbußen für Fälle vor, in denen gegen den Mindestlohn durch missbräuchliche Konstruktionen und dergleichen verstoßen wird. Im Einzelfall können Geldbußen bis zu 500.000 € verhängt werden (vgl. § 21 MiLoG-E).

Übergangsregelung

Bis zum 31.12.2016 sollen vom neuen Mindestlohngesetz abweichende tarifvertragliche Regelungen weiterhin gelten, sofern diese für alle unter den Geltungsbereich des Tarifvertrags fallenden Arbeitgeber mit Sitz im In- oder Ausland sowie deren Arbeitnehmer verbindlich gemacht worden sind (§ 24 Mindestlohngesetz MiLoG-E).

Dies gilt ebenso für Rechtsverordnungen auf Grundlage des Arbeitnehmerentsende- und des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Ab dem 01.01.2017 ist der neue Mindestlohn für alle Arbeitnehmer verbindlich. Vorrangig gelten dann nur noch Regelungen, die ein Entgelt festschreiben, welches die Höhe des Mindestlohns nicht unterschreitet (§ 1 Abs. 3 MiLoG-E). Damit kann der Mindestlohn nur noch bis 31.12.2016 durch entsprechende Tarifverträge, die eine geringere Entlohnung vorsehen, unterschritten werden.

Stand: 24. Juni 2014

Forderungen richtig abschreiben

Forderungen richtig abschreiben

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt.

Forderungen

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt. Fällt der Schuldner ganz oder teilweise aus, kann auch das Finanzamt durch geschickte Forderungsabschreibung an dem Verlust beteiligt werden.

Abstufungsschritte

Treten Zweifel an der Bonität eines Schuldners auf, sind die Forderungen in einer ersten Stufe als dubiose Forderungen umzubuchen. Die Umbuchung ist auch dann vorzunehmen, wenn nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass der Schuldner doch noch zahlt.

Einzelabschreibung

Ist für eine bestimmte Forderung aus dem laufenden Geschäftsjahr das Ausfallrisiko festgestellt, ist die Forderung ganz oder teilweise abzuschreiben. Abzuschreiben ist dabei jeweils der Nettobetrag der Forderung; die Umsatzsteuer ist gesondert zu berichtigen. Zahlt der Schuldner im Laufe der nächsten Geschäftsjahre einen Teilbetrag, der geringer ist als der ursprünglich erwartete Geldeingang, mindert der geringere Betrag den steuerpflichtigen Gewinn in dem betreffenden Geschäftsjahr als „periodenfremder Aufwand“.

Pauschalwertberichtigung

Die Pauschalwertberichtigung ermöglicht das Abschreiben aller einwandfreien Forderungen zu einem bestimmten Prozentsatz. Der Prozentsatz ist individuell und ergibt sich nach sorgfältiger Schätzung aus der Höhe der wahrscheinlich ausfallenden Forderungen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nicht jede einzelne Forderung zu bewerten ist. Die Berichtigung erfolgt über das Konto „Einstellungen in die Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen“. Dieses Aufwandskonto mindert den steuerpflichtigen Gewinn für das betreffende Geschäftsjahr. Pauschal berichtigt wird hier wiederum der Nettobetrag, ohne Umsatzsteuer.

Strand: 27. Juli 2014

Forderungen richtig abschreiben

Forderungen richtig abschreiben

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt.

Forderungen

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt. Fällt der Schuldner ganz oder teilweise aus, kann auch das Finanzamt durch geschickte Forderungsabschreibung an dem Verlust beteiligt werden.

Abstufungsschritte

Treten Zweifel an der Bonität eines Schuldners auf, sind die Forderungen in einer ersten Stufe als dubiose Forderungen umzubuchen. Die Umbuchung ist auch dann vorzunehmen, wenn nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass der Schuldner doch noch zahlt.

Einzelabschreibung

Ist für eine bestimmte Forderung aus dem laufenden Geschäftsjahr das Ausfallrisiko festgestellt, ist die Forderung ganz oder teilweise abzuschreiben. Abzuschreiben ist dabei jeweils der Nettobetrag der Forderung; die Umsatzsteuer ist gesondert zu berichtigen. Zahlt der Schuldner im Laufe der nächsten Geschäftsjahre einen Teilbetrag, der geringer ist als der ursprünglich erwartete Geldeingang, mindert der geringere Betrag den steuerpflichtigen Gewinn in dem betreffenden Geschäftsjahr als „periodenfremder Aufwand“.

Pauschalwertberichtigung

Die Pauschalwertberichtigung ermöglicht das Abschreiben aller einwandfreien Forderungen zu einem bestimmten Prozentsatz. Der Prozentsatz ist individuell und ergibt sich nach sorgfältiger Schätzung aus der Höhe der wahrscheinlich ausfallenden Forderungen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nicht jede einzelne Forderung zu bewerten ist. Die Berichtigung erfolgt über das Konto „Einstellungen in die Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen“. Dieses Aufwandskonto mindert den steuerpflichtigen Gewinn für das betreffende Geschäftsjahr. Pauschal berichtigt wird hier wiederum der Nettobetrag, ohne Umsatzsteuer.

Strand: 27. Juli 2014

Forderungen richtig abschreiben

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Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt.

Forderungen

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt. Fällt der Schuldner ganz oder teilweise aus, kann auch das Finanzamt durch geschickte Forderungsabschreibung an dem Verlust beteiligt werden.

Abstufungsschritte

Treten Zweifel an der Bonität eines Schuldners auf, sind die Forderungen in einer ersten Stufe als dubiose Forderungen umzubuchen. Die Umbuchung ist auch dann vorzunehmen, wenn nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass der Schuldner doch noch zahlt.

Einzelabschreibung

Ist für eine bestimmte Forderung aus dem laufenden Geschäftsjahr das Ausfallrisiko festgestellt, ist die Forderung ganz oder teilweise abzuschreiben. Abzuschreiben ist dabei jeweils der Nettobetrag der Forderung; die Umsatzsteuer ist gesondert zu berichtigen. Zahlt der Schuldner im Laufe der nächsten Geschäftsjahre einen Teilbetrag, der geringer ist als der ursprünglich erwartete Geldeingang, mindert der geringere Betrag den steuerpflichtigen Gewinn in dem betreffenden Geschäftsjahr als „periodenfremder Aufwand“.

Pauschalwertberichtigung

Die Pauschalwertberichtigung ermöglicht das Abschreiben aller einwandfreien Forderungen zu einem bestimmten Prozentsatz. Der Prozentsatz ist individuell und ergibt sich nach sorgfältiger Schätzung aus der Höhe der wahrscheinlich ausfallenden Forderungen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nicht jede einzelne Forderung zu bewerten ist. Die Berichtigung erfolgt über das Konto „Einstellungen in die Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen“. Dieses Aufwandskonto mindert den steuerpflichtigen Gewinn für das betreffende Geschäftsjahr. Pauschal berichtigt wird hier wiederum der Nettobetrag, ohne Umsatzsteuer.

Strand: 27. Juli 2014

Forderungen richtig abschreiben

Forderungen richtig abschreiben

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt.

Forderungen

Forderungen stellen Aktiva dar, die allerdings nur soviel wert sind, als der Schuldner an Bonität besitzt. Fällt der Schuldner ganz oder teilweise aus, kann auch das Finanzamt durch geschickte Forderungsabschreibung an dem Verlust beteiligt werden.

Abstufungsschritte

Treten Zweifel an der Bonität eines Schuldners auf, sind die Forderungen in einer ersten Stufe als dubiose Forderungen umzubuchen. Die Umbuchung ist auch dann vorzunehmen, wenn nicht ganz ausgeschlossen werden kann, dass der Schuldner doch noch zahlt.

Einzelabschreibung

Ist für eine bestimmte Forderung aus dem laufenden Geschäftsjahr das Ausfallrisiko festgestellt, ist die Forderung ganz oder teilweise abzuschreiben. Abzuschreiben ist dabei jeweils der Nettobetrag der Forderung; die Umsatzsteuer ist gesondert zu berichtigen. Zahlt der Schuldner im Laufe der nächsten Geschäftsjahre einen Teilbetrag, der geringer ist als der ursprünglich erwartete Geldeingang, mindert der geringere Betrag den steuerpflichtigen Gewinn in dem betreffenden Geschäftsjahr als „periodenfremder Aufwand“.

Pauschalwertberichtigung

Die Pauschalwertberichtigung ermöglicht das Abschreiben aller einwandfreien Forderungen zu einem bestimmten Prozentsatz. Der Prozentsatz ist individuell und ergibt sich nach sorgfältiger Schätzung aus der Höhe der wahrscheinlich ausfallenden Forderungen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nicht jede einzelne Forderung zu bewerten ist. Die Berichtigung erfolgt über das Konto „Einstellungen in die Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen“. Dieses Aufwandskonto mindert den steuerpflichtigen Gewinn für das betreffende Geschäftsjahr. Pauschal berichtigt wird hier wiederum der Nettobetrag, ohne Umsatzsteuer.

Strand: 27. Juli 2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für  Rentner seit 01.07.2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für Rentner seit 01.07.2014

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern.

Hinzuverdienst

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern. Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente ab Erreichen der Regelaltersrente, ist ein Hinzuverdienst unbegrenzt möglich. Die Regelaltersrente ist erreicht ab dem 65. Lebensjahr.

Hat der Nebenerwerbsrentner die Regelaltersrente nicht erreicht, darf das erzielte Arbeitsentgelt die geltenden Hinzuverdienstgrenzen nicht überschreiten. Andernfalls droht dem Rentenbezieher die Kürzung seiner Rente.

Hinzuverdienstgrenzen ab 01.07.2014

Altersvollrente

Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersrente dürfen maximal 450 € monatlich hinzuverdient werden.

Altersteilrente

Bei Bezug einer Altersteilrente vor Erreichen der Regelaltersrente werden die Hinzuverdienstgrenzen individuell berechnet. Die Deutsche Rentenversicherung hat in einer aktuellen Broschüre (16. Auflage 7/2014 Seite 10) die ab dem 1.7.2014 geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Durchschnittsverdiener veröffentlicht. Als Durchschnittsverdiener gilt, wer in den letzten drei Kalenderjahren vor seinem Rentenbeginn monatlich 2904,74 € verdient hat . . Beträgt die Altersteilrente 1/3 von der Altersvollrente, kann der Durchschnittsverdiener bis zu 2073,75 € in den alten Bundesländern bzw. bis zu 1912,84 € in den neuen Bundesländern hinzuverdienen. Beträgt die Altersteilrente hingegen die Hälfte der Vollrente, können bis zu 1576,05 € (alte Bundesländer) bzw. 1453,76 € (neue Bundesländer) hinzuverdient werden.. Bei einer Teilrente von 2/3 betragen die Hinzuverdienstgrenzen 1078,35 € (alte Bundesländer) bzw. 994,68 € (neue Bundesländer. Bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen werden die Rentenleistungen im Regelfall gekürzt.

Stand: 12. August 2014

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt.

Schneeballsysteme

Geprellte Anleger, die einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt, müssen ihre sogenannten Scheinrenditen versteuern. Eine Leistungsfähigkeit ist gegeben, wenn die vom Anleger angeforderten Ausschüttungen auf sein Verlangen hätten ausgezahlt werden können. Unbedeutend ist, ob der Betreiber des Schneeballsystems den Anlegern die Wiederanlage nahelegt, um den Zusammenbruch des Schneeballsystems zu verhindern. Im Streitfall hatte das Finanzamt nicht tatsächlich ausgezahlte, sondern auf Drängen des Betrügers wiederangelegte Erträge der Besteuerung unterworfen (BFH Urteil vom 11.02.2014, VIII R 25/12).

Stand: 27. Juli 2014

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Vereinbarte Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen.

Zuflussfiktion

Nicht selten lässt sich ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Teile seiner im Anstellungsvertrag vereinbarten Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen. Das heißt nicht, dass der Geschäftsführer darauf keine Lohnsteuern zahlen müsste. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in ständiger Rechtsprechung in diesen Fällen eine Zuflussfiktion bejaht, und zwar bereits mit Fälligkeit der Gehaltsteile. Die Finanzverwaltung ist in dem neuen Schreiben vom 12.05.2014, (IV C 2 - S 2743/12/10001) der Auffassung des BFH gefolgt. Unerheblich für die Zuflussfiktion ist dabei, ob sich der Vorgang in der Bilanz der Kapitalgesellschaft tatsächlich gewinnmindernd ausgewirkt hat.

Verdeckte Einlagen

Lässt sich der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer die vertraglichen Gehaltsbestandteile nicht nur später auszahlen, sondern verzichtet er letztlich darauf, liegt eine verdeckte Einlage vor. Als verdeckte Einlage gelten Zuwendungen eines Gesellschafters an die Kapitalgesellschaft, die nicht auf gesellschaftsvertraglichen Regelungen basieren. Verdeckte Einlagen dürfen sich nicht auf den Gewinn der Gesellschaft auswirken und müssen außerhalb der Bilanz korrigiert werden. Beim Gesellschafter-Geschäftsführer erhöhen sie die Anschaffungskosten auf seine Beteiligung. Ob der Geschäftsführer für den Gehaltsverzicht Lohnsteuern zahlen muss, hängt davon ab, ob er nach Anspruchsentstehung verzichtet oder davor. Verzichtet er nach Anspruchsentstehung, besteht Lohnsteuerpflicht. Im anderen Fall nicht (vgl. H 40 der Körperschaftsteuerrichtlinien).

Stand: 27. Juli 2014

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Grenzüberschreitende Gewinnverlagerungen

Nach Schätzungen der Europäischen Union (Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments vom 04.12.2013) sollen den EU-Staaten etwa 1 Bio. € im Jahr an Steuereinnahmen durch Steuerflucht und Steuerumgehung verloren gehen. Hauptursachen dafür sind gemäß Entschließung des Bundesrates (Drucks. 205/14) die doppelte Nichtbesteuerung von Einkünften („weiße Einkünfte“) bzw. der doppelte Betriebsausgabenabzug („double dip“). Der Bundesrat fordert zeitnah die Schaffung nationaler Regelungen.

Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

Bereits 2011 hat die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag über eine „Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)“ präsentiert. Ziel ist die Einführung gemeinsamer Regeln für die Körperschaftsteuer, um so dem Steuerwettlauf nach unten und dem Steuerdumping entgegenzutreten. Namentlich erwähnt der Bundesrat in seiner Entschließung die sogenannten „Patentboxen“.

Anzeige- und Registrierungspflichten

Für internationale Steuergestaltungen soll eine europaweite Anzeige- und Registrierungspflicht eingeführt werden. Als Vorlage hierzu dient die bereits bestehende Registrierungspflicht in Großbritannien. Nach derzeit geltendem Recht (§ 138 Abs. 2 der Abgabenordnung) ist die Gründung und/oder der Erwerb von Betrieben und Betriebsstätten im Ausland oder der Erwerb von Beteiligungen an ausländischen Personen- und Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten relevanten Beteiligungsgrenze meldepflichtig.

Stand: 27. Juli 2014

Steuerliche Behandlung von Elektro- und  Hybridelektrofahrzeugen

Steuerliche Behandlung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Steuervergünstigung

Die private Nutzung von betrieblichen Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen ist seit dem Veranlagungszeitraum 2013 steuerbegünstigt. Die Begünstigung besteht darin, dass die für die Berechnung der steuerpflichtigen privaten Nutzungsentnahme maßgeblichen Anschaffungskosten um die Mehrkosten für das Batteriesystem zu kürzen sind.

Neues BMF-Schreiben

Das Bundesfinanzministerium hat in einem neuen BMF-Schreiben v. 05.06.2014, IV C 6 S 2177/13/10002 Details zu den Steuervergünstigungen erläutert. Danach gilt bei:

Anwendung der 1 %-Methode

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können von dem inländischen Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung (der Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Entnahmewertes für die Privatnutzung) abgezogen werden. Der Abzug ist allerdings nicht in Höhe der Gesamtkosten zulässig, sondern nur bis zur Höhe eines von der Batteriekapazität abhängigen Minderungsbetrages. Dieser beträgt beispielsweise bei Anschaffung eines solchen Fahrzeugs in 2014 450 € je Kilowattstunde Batteriekapazität, höchstens jedoch 9.500 €. Der Minderungsbetrag verringert sich jedes Jahr um 50 € je Kilowattstunde. Er beträgt im Jahr 2022 (dem letzten Jahr der Steuerförderung) noch 50 € für eine Kilowattstunde Batteriekapazität.

Führung eines Fahrtenbuches

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können für die Ermittlung der Gesamtkosten bzw. bei der Ermittlung des privaten Nutzungsanteils von der Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA) des Fahrzeuges abgezogen werden. Die Minderungsbeträge entsprechen jenen, die bei Anwendung der 1 % Methode zum Abzug kommen. Beträgt beispielsweise der Listenpreis des Fahrzeugs mit einer Batterieleistung von 10 Kilowattstunden 40.000 €, mindert sich die AfA-Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils um 4.500 € (450x10) auf 35.500 €. Daraus ergibt sich eine AfA pro Jahr (Nutzungsdauer 6 Jahre) von 5.916,66 €. Hinzu kommen Aufwendungen für Strom (890 €) und Versicherung (1.000 €). Die Summe der geminderten Gesamtaufwendungen beträgt demnach 7.806,66 €. Der steuerpflichtige private Nutzungsanteil beträgt bei einer Privatnutzung gemäß Fahrtenbuch von 20 % 1.561,33 €. Die steuerliche Abschreibung des Fahrzeuges im Betrieb ist von der Minderung der AfA-Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Gesamtkosten und des privaten Nutzungsanteils unberührt.

Anwendungszeitraum

Die Steuervergünstigungen gelten für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die ab dem 01.01.2013 und bis zum 31.12.2022 angeschafft worden sind.

Stand: 27. Juli 2014

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

BFH verneint den Werbungskostenabzug

BFH verneint den Werbungskostenabzug

Der Fall

Ein Beamter hatte mit seinem Dienstherrn vereinbart, an regelmäßigen Wochenarbeitstagen zu Hause zu arbeiten. Der Dienstherr richtete einen sogenannten Telearbeitsplatz ein. Die Kosten für Heizung, Strom und das Mobiliar trug der Steuerpflichtige. Das Finanzamt lehnte die Anerkennung dieser Kosten (509 €) als Werbungskosten ab. Das erstinstanzliche Finanzgericht sprach dem Steuerpflichtigen den Werbungskostenabzug zu (FG Rheinland Pfalz Urt. v. 19.01.2012, 4 K 1270/09).

Das Urteil

Der Bundesfinanzhof folgte hingegen der Auffassung der Finanzverwaltung und lehnte den Werbungskostenabzug ab. Der Telearbeitsplatz wird „büromäßig genutzt und dient der Erledigung gedanklicher, schriftlicher und verwaltungstechnischer Arbeiten“, so der BFH. Der Werbungskostenabzug scheiterte in erster Linie daran, dass der Arbeitgeber des Klägers nicht bestätigen konnte, dass dem Steuerpflichtigen sein Büro an den Heimarbeitstagen nicht zur Verfügung steht (Urt. v. 26.02.2014, VI R 40/12).

Arbeitsplatz-Auslagerungen

Das aktuelle Urteil zeigt aber auch, dass ein Werbungskostenabzug in jenen Fällen nicht ausgeschlossen ist, in denen dem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber für die Zeit der Nutzung des Telearbeitsplatzes nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Gerade in Fällen, in denen der Arbeitgeber Arbeitsplätze ganz oder teilweise in den häuslichen Bereich seiner Mitarbeiter verlagert, ist im Einzelfall zu prüfen, ob der in der Privatwohnung unterhaltene Arbeitsplatz einem der Abzugsbeschränkung unterliegenden häuslichen Arbeitszimmer entspricht.

Stand: 27. Juli 2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für  Rentner seit 01.07.2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für Rentner seit 01.07.2014

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern.

Hinzuverdienst

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern. Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente ab Erreichen der Regelaltersrente, ist ein Hinzuverdienst unbegrenzt möglich. Die Regelaltersrente ist erreicht ab dem 65. Lebensjahr.

Hat der Nebenerwerbsrentner die Regelaltersrente nicht erreicht, darf das erzielte Arbeitsentgelt die geltenden Hinzuverdienstgrenzen nicht überschreiten. Andernfalls droht dem Rentenbezieher die Kürzung seiner Rente.

Hinzuverdienstgrenzen ab 01.07.2014

Altersvollrente

Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersrente dürfen maximal 450 € monatlich hinzuverdient werden.

Altersteilrente

Bei Bezug einer Altersteilrente vor Erreichen der Regelaltersrente werden die Hinzuverdienstgrenzen individuell berechnet. Die Deutsche Rentenversicherung hat in einer aktuellen Broschüre (16. Auflage 7/2014 Seite 10) die ab dem 1.7.2014 geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Durchschnittsverdiener veröffentlicht. Als Durchschnittsverdiener gilt, wer in den letzten drei Kalenderjahren vor seinem Rentenbeginn monatlich 2904,74 € verdient hat . . Beträgt die Altersteilrente 1/3 von der Altersvollrente, kann der Durchschnittsverdiener bis zu 2073,75 € in den alten Bundesländern bzw. bis zu 1912,84 € in den neuen Bundesländern hinzuverdienen. Beträgt die Altersteilrente hingegen die Hälfte der Vollrente, können bis zu 1576,05 € (alte Bundesländer) bzw. 1453,76 € (neue Bundesländer) hinzuverdient werden.. Bei einer Teilrente von 2/3 betragen die Hinzuverdienstgrenzen 1078,35 € (alte Bundesländer) bzw. 994,68 € (neue Bundesländer. Bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen werden die Rentenleistungen im Regelfall gekürzt.

Stand: 12. August 2014

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt.

Schneeballsysteme

Geprellte Anleger, die einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt, müssen ihre sogenannten Scheinrenditen versteuern. Eine Leistungsfähigkeit ist gegeben, wenn die vom Anleger angeforderten Ausschüttungen auf sein Verlangen hätten ausgezahlt werden können. Unbedeutend ist, ob der Betreiber des Schneeballsystems den Anlegern die Wiederanlage nahelegt, um den Zusammenbruch des Schneeballsystems zu verhindern. Im Streitfall hatte das Finanzamt nicht tatsächlich ausgezahlte, sondern auf Drängen des Betrügers wiederangelegte Erträge der Besteuerung unterworfen (BFH Urteil vom 11.02.2014, VIII R 25/12).

Stand: 27. Juli 2014

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Vereinbarte Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen.

Zuflussfiktion

Nicht selten lässt sich ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Teile seiner im Anstellungsvertrag vereinbarten Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen. Das heißt nicht, dass der Geschäftsführer darauf keine Lohnsteuern zahlen müsste. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in ständiger Rechtsprechung in diesen Fällen eine Zuflussfiktion bejaht, und zwar bereits mit Fälligkeit der Gehaltsteile. Die Finanzverwaltung ist in dem neuen Schreiben vom 12.05.2014, (IV C 2 - S 2743/12/10001) der Auffassung des BFH gefolgt. Unerheblich für die Zuflussfiktion ist dabei, ob sich der Vorgang in der Bilanz der Kapitalgesellschaft tatsächlich gewinnmindernd ausgewirkt hat.

Verdeckte Einlagen

Lässt sich der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer die vertraglichen Gehaltsbestandteile nicht nur später auszahlen, sondern verzichtet er letztlich darauf, liegt eine verdeckte Einlage vor. Als verdeckte Einlage gelten Zuwendungen eines Gesellschafters an die Kapitalgesellschaft, die nicht auf gesellschaftsvertraglichen Regelungen basieren. Verdeckte Einlagen dürfen sich nicht auf den Gewinn der Gesellschaft auswirken und müssen außerhalb der Bilanz korrigiert werden. Beim Gesellschafter-Geschäftsführer erhöhen sie die Anschaffungskosten auf seine Beteiligung. Ob der Geschäftsführer für den Gehaltsverzicht Lohnsteuern zahlen muss, hängt davon ab, ob er nach Anspruchsentstehung verzichtet oder davor. Verzichtet er nach Anspruchsentstehung, besteht Lohnsteuerpflicht. Im anderen Fall nicht (vgl. H 40 der Körperschaftsteuerrichtlinien).

Stand: 27. Juli 2014

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Grenzüberschreitende Gewinnverlagerungen

Nach Schätzungen der Europäischen Union (Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments vom 04.12.2013) sollen den EU-Staaten etwa 1 Bio. € im Jahr an Steuereinnahmen durch Steuerflucht und Steuerumgehung verloren gehen. Hauptursachen dafür sind gemäß Entschließung des Bundesrates (Drucks. 205/14) die doppelte Nichtbesteuerung von Einkünften („weiße Einkünfte“) bzw. der doppelte Betriebsausgabenabzug („double dip“). Der Bundesrat fordert zeitnah die Schaffung nationaler Regelungen.

Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

Bereits 2011 hat die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag über eine „Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)“ präsentiert. Ziel ist die Einführung gemeinsamer Regeln für die Körperschaftsteuer, um so dem Steuerwettlauf nach unten und dem Steuerdumping entgegenzutreten. Namentlich erwähnt der Bundesrat in seiner Entschließung die sogenannten „Patentboxen“.

Anzeige- und Registrierungspflichten

Für internationale Steuergestaltungen soll eine europaweite Anzeige- und Registrierungspflicht eingeführt werden. Als Vorlage hierzu dient die bereits bestehende Registrierungspflicht in Großbritannien. Nach derzeit geltendem Recht (§ 138 Abs. 2 der Abgabenordnung) ist die Gründung und/oder der Erwerb von Betrieben und Betriebsstätten im Ausland oder der Erwerb von Beteiligungen an ausländischen Personen- und Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten relevanten Beteiligungsgrenze meldepflichtig.

Stand: 27. Juli 2014

Steuerliche Behandlung von Elektro- und  Hybridelektrofahrzeugen

Steuerliche Behandlung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Steuervergünstigung

Die private Nutzung von betrieblichen Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen ist seit dem Veranlagungszeitraum 2013 steuerbegünstigt. Die Begünstigung besteht darin, dass die für die Berechnung der steuerpflichtigen privaten Nutzungsentnahme maßgeblichen Anschaffungskosten um die Mehrkosten für das Batteriesystem zu kürzen sind.

Neues BMF-Schreiben

Das Bundesfinanzministerium hat in einem neuen BMF-Schreiben v. 05.06.2014, IV C 6 S 2177/13/10002 Details zu den Steuervergünstigungen erläutert. Danach gilt bei:

Anwendung der 1 %-Methode

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können von dem inländischen Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung (der Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Entnahmewertes für die Privatnutzung) abgezogen werden. Der Abzug ist allerdings nicht in Höhe der Gesamtkosten zulässig, sondern nur bis zur Höhe eines von der Batteriekapazität abhängigen Minderungsbetrages. Dieser beträgt beispielsweise bei Anschaffung eines solchen Fahrzeugs in 2014 450 € je Kilowattstunde Batteriekapazität, höchstens jedoch 9.500 €. Der Minderungsbetrag verringert sich jedes Jahr um 50 € je Kilowattstunde. Er beträgt im Jahr 2022 (dem letzten Jahr der Steuerförderung) noch 50 € für eine Kilowattstunde Batteriekapazität.

Führung eines Fahrtenbuches

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können für die Ermittlung der Gesamtkosten bzw. bei der Ermittlung des privaten Nutzungsanteils von der Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA) des Fahrzeuges abgezogen werden. Die Minderungsbeträge entsprechen jenen, die bei Anwendung der 1 % Methode zum Abzug kommen. Beträgt beispielsweise der Listenpreis des Fahrzeugs mit einer Batterieleistung von 10 Kilowattstunden 40.000 €, mindert sich die AfA-Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils um 4.500 € (450x10) auf 35.500 €. Daraus ergibt sich eine AfA pro Jahr (Nutzungsdauer 6 Jahre) von 5.916,66 €. Hinzu kommen Aufwendungen für Strom (890 €) und Versicherung (1.000 €). Die Summe der geminderten Gesamtaufwendungen beträgt demnach 7.806,66 €. Der steuerpflichtige private Nutzungsanteil beträgt bei einer Privatnutzung gemäß Fahrtenbuch von 20 % 1.561,33 €. Die steuerliche Abschreibung des Fahrzeuges im Betrieb ist von der Minderung der AfA-Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Gesamtkosten und des privaten Nutzungsanteils unberührt.

Anwendungszeitraum

Die Steuervergünstigungen gelten für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die ab dem 01.01.2013 und bis zum 31.12.2022 angeschafft worden sind.

Stand: 27. Juli 2014

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

BFH verneint den Werbungskostenabzug

BFH verneint den Werbungskostenabzug

Der Fall

Ein Beamter hatte mit seinem Dienstherrn vereinbart, an regelmäßigen Wochenarbeitstagen zu Hause zu arbeiten. Der Dienstherr richtete einen sogenannten Telearbeitsplatz ein. Die Kosten für Heizung, Strom und das Mobiliar trug der Steuerpflichtige. Das Finanzamt lehnte die Anerkennung dieser Kosten (509 €) als Werbungskosten ab. Das erstinstanzliche Finanzgericht sprach dem Steuerpflichtigen den Werbungskostenabzug zu (FG Rheinland Pfalz Urt. v. 19.01.2012, 4 K 1270/09).

Das Urteil

Der Bundesfinanzhof folgte hingegen der Auffassung der Finanzverwaltung und lehnte den Werbungskostenabzug ab. Der Telearbeitsplatz wird „büromäßig genutzt und dient der Erledigung gedanklicher, schriftlicher und verwaltungstechnischer Arbeiten“, so der BFH. Der Werbungskostenabzug scheiterte in erster Linie daran, dass der Arbeitgeber des Klägers nicht bestätigen konnte, dass dem Steuerpflichtigen sein Büro an den Heimarbeitstagen nicht zur Verfügung steht (Urt. v. 26.02.2014, VI R 40/12).

Arbeitsplatz-Auslagerungen

Das aktuelle Urteil zeigt aber auch, dass ein Werbungskostenabzug in jenen Fällen nicht ausgeschlossen ist, in denen dem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber für die Zeit der Nutzung des Telearbeitsplatzes nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Gerade in Fällen, in denen der Arbeitgeber Arbeitsplätze ganz oder teilweise in den häuslichen Bereich seiner Mitarbeiter verlagert, ist im Einzelfall zu prüfen, ob der in der Privatwohnung unterhaltene Arbeitsplatz einem der Abzugsbeschränkung unterliegenden häuslichen Arbeitszimmer entspricht.

Stand: 27. Juli 2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für  Rentner seit 01.07.2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für Rentner seit 01.07.2014

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern.

Hinzuverdienst

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern. Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente ab Erreichen der Regelaltersrente, ist ein Hinzuverdienst unbegrenzt möglich. Die Regelaltersrente ist erreicht ab dem 65. Lebensjahr.

Hat der Nebenerwerbsrentner die Regelaltersrente nicht erreicht, darf das erzielte Arbeitsentgelt die geltenden Hinzuverdienstgrenzen nicht überschreiten. Andernfalls droht dem Rentenbezieher die Kürzung seiner Rente.

Hinzuverdienstgrenzen ab 01.07.2014

Altersvollrente

Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersrente dürfen maximal 450 € monatlich hinzuverdient werden.

Altersteilrente

Bei Bezug einer Altersteilrente vor Erreichen der Regelaltersrente werden die Hinzuverdienstgrenzen individuell berechnet. Die Deutsche Rentenversicherung hat in einer aktuellen Broschüre (16. Auflage 7/2014 Seite 10) die ab dem 1.7.2014 geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Durchschnittsverdiener veröffentlicht. Als Durchschnittsverdiener gilt, wer in den letzten drei Kalenderjahren vor seinem Rentenbeginn monatlich 2904,74 € verdient hat . . Beträgt die Altersteilrente 1/3 von der Altersvollrente, kann der Durchschnittsverdiener bis zu 2073,75 € in den alten Bundesländern bzw. bis zu 1912,84 € in den neuen Bundesländern hinzuverdienen. Beträgt die Altersteilrente hingegen die Hälfte der Vollrente, können bis zu 1576,05 € (alte Bundesländer) bzw. 1453,76 € (neue Bundesländer) hinzuverdient werden.. Bei einer Teilrente von 2/3 betragen die Hinzuverdienstgrenzen 1078,35 € (alte Bundesländer) bzw. 994,68 € (neue Bundesländer. Bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen werden die Rentenleistungen im Regelfall gekürzt.

Stand: 12. August 2014

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Vereinbarte Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen.

Zuflussfiktion

Nicht selten lässt sich ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Teile seiner im Anstellungsvertrag vereinbarten Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen. Das heißt nicht, dass der Geschäftsführer darauf keine Lohnsteuern zahlen müsste. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in ständiger Rechtsprechung in diesen Fällen eine Zuflussfiktion bejaht, und zwar bereits mit Fälligkeit der Gehaltsteile. Die Finanzverwaltung ist in dem neuen Schreiben vom 12.05.2014, (IV C 2 - S 2743/12/10001) der Auffassung des BFH gefolgt. Unerheblich für die Zuflussfiktion ist dabei, ob sich der Vorgang in der Bilanz der Kapitalgesellschaft tatsächlich gewinnmindernd ausgewirkt hat.

Verdeckte Einlagen

Lässt sich der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer die vertraglichen Gehaltsbestandteile nicht nur später auszahlen, sondern verzichtet er letztlich darauf, liegt eine verdeckte Einlage vor. Als verdeckte Einlage gelten Zuwendungen eines Gesellschafters an die Kapitalgesellschaft, die nicht auf gesellschaftsvertraglichen Regelungen basieren. Verdeckte Einlagen dürfen sich nicht auf den Gewinn der Gesellschaft auswirken und müssen außerhalb der Bilanz korrigiert werden. Beim Gesellschafter-Geschäftsführer erhöhen sie die Anschaffungskosten auf seine Beteiligung. Ob der Geschäftsführer für den Gehaltsverzicht Lohnsteuern zahlen muss, hängt davon ab, ob er nach Anspruchsentstehung verzichtet oder davor. Verzichtet er nach Anspruchsentstehung, besteht Lohnsteuerpflicht. Im anderen Fall nicht (vgl. H 40 der Körperschaftsteuerrichtlinien).

Stand: 27. Juli 2014

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt.

Schneeballsysteme

Geprellte Anleger, die einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt, müssen ihre sogenannten Scheinrenditen versteuern. Eine Leistungsfähigkeit ist gegeben, wenn die vom Anleger angeforderten Ausschüttungen auf sein Verlangen hätten ausgezahlt werden können. Unbedeutend ist, ob der Betreiber des Schneeballsystems den Anlegern die Wiederanlage nahelegt, um den Zusammenbruch des Schneeballsystems zu verhindern. Im Streitfall hatte das Finanzamt nicht tatsächlich ausgezahlte, sondern auf Drängen des Betrügers wiederangelegte Erträge der Besteuerung unterworfen (BFH Urteil vom 11.02.2014, VIII R 25/12).

Stand: 27. Juli 2014

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Grenzüberschreitende Gewinnverlagerungen

Nach Schätzungen der Europäischen Union (Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments vom 04.12.2013) sollen den EU-Staaten etwa 1 Bio. € im Jahr an Steuereinnahmen durch Steuerflucht und Steuerumgehung verloren gehen. Hauptursachen dafür sind gemäß Entschließung des Bundesrates (Drucks. 205/14) die doppelte Nichtbesteuerung von Einkünften („weiße Einkünfte“) bzw. der doppelte Betriebsausgabenabzug („double dip“). Der Bundesrat fordert zeitnah die Schaffung nationaler Regelungen.

Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

Bereits 2011 hat die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag über eine „Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)“ präsentiert. Ziel ist die Einführung gemeinsamer Regeln für die Körperschaftsteuer, um so dem Steuerwettlauf nach unten und dem Steuerdumping entgegenzutreten. Namentlich erwähnt der Bundesrat in seiner Entschließung die sogenannten „Patentboxen“.

Anzeige- und Registrierungspflichten

Für internationale Steuergestaltungen soll eine europaweite Anzeige- und Registrierungspflicht eingeführt werden. Als Vorlage hierzu dient die bereits bestehende Registrierungspflicht in Großbritannien. Nach derzeit geltendem Recht (§ 138 Abs. 2 der Abgabenordnung) ist die Gründung und/oder der Erwerb von Betrieben und Betriebsstätten im Ausland oder der Erwerb von Beteiligungen an ausländischen Personen- und Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten relevanten Beteiligungsgrenze meldepflichtig.

Stand: 27. Juli 2014

Steuerliche Behandlung von Elektro- und  Hybridelektrofahrzeugen

Steuerliche Behandlung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Steuervergünstigung

Die private Nutzung von betrieblichen Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen ist seit dem Veranlagungszeitraum 2013 steuerbegünstigt. Die Begünstigung besteht darin, dass die für die Berechnung der steuerpflichtigen privaten Nutzungsentnahme maßgeblichen Anschaffungskosten um die Mehrkosten für das Batteriesystem zu kürzen sind.

Neues BMF-Schreiben

Das Bundesfinanzministerium hat in einem neuen BMF-Schreiben v. 05.06.2014, IV C 6 S 2177/13/10002 Details zu den Steuervergünstigungen erläutert. Danach gilt bei:

Anwendung der 1 %-Methode

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können von dem inländischen Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung (der Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Entnahmewertes für die Privatnutzung) abgezogen werden. Der Abzug ist allerdings nicht in Höhe der Gesamtkosten zulässig, sondern nur bis zur Höhe eines von der Batteriekapazität abhängigen Minderungsbetrages. Dieser beträgt beispielsweise bei Anschaffung eines solchen Fahrzeugs in 2014 450 € je Kilowattstunde Batteriekapazität, höchstens jedoch 9.500 €. Der Minderungsbetrag verringert sich jedes Jahr um 50 € je Kilowattstunde. Er beträgt im Jahr 2022 (dem letzten Jahr der Steuerförderung) noch 50 € für eine Kilowattstunde Batteriekapazität.

Führung eines Fahrtenbuches

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können für die Ermittlung der Gesamtkosten bzw. bei der Ermittlung des privaten Nutzungsanteils von der Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA) des Fahrzeuges abgezogen werden. Die Minderungsbeträge entsprechen jenen, die bei Anwendung der 1 % Methode zum Abzug kommen. Beträgt beispielsweise der Listenpreis des Fahrzeugs mit einer Batterieleistung von 10 Kilowattstunden 40.000 €, mindert sich die AfA-Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils um 4.500 € (450x10) auf 35.500 €. Daraus ergibt sich eine AfA pro Jahr (Nutzungsdauer 6 Jahre) von 5.916,66 €. Hinzu kommen Aufwendungen für Strom (890 €) und Versicherung (1.000 €). Die Summe der geminderten Gesamtaufwendungen beträgt demnach 7.806,66 €. Der steuerpflichtige private Nutzungsanteil beträgt bei einer Privatnutzung gemäß Fahrtenbuch von 20 % 1.561,33 €. Die steuerliche Abschreibung des Fahrzeuges im Betrieb ist von der Minderung der AfA-Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Gesamtkosten und des privaten Nutzungsanteils unberührt.

Anwendungszeitraum

Die Steuervergünstigungen gelten für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die ab dem 01.01.2013 und bis zum 31.12.2022 angeschafft worden sind.

Stand: 27. Juli 2014

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

BFH verneint den Werbungskostenabzug

BFH verneint den Werbungskostenabzug

Der Fall

Ein Beamter hatte mit seinem Dienstherrn vereinbart, an regelmäßigen Wochenarbeitstagen zu Hause zu arbeiten. Der Dienstherr richtete einen sogenannten Telearbeitsplatz ein. Die Kosten für Heizung, Strom und das Mobiliar trug der Steuerpflichtige. Das Finanzamt lehnte die Anerkennung dieser Kosten (509 €) als Werbungskosten ab. Das erstinstanzliche Finanzgericht sprach dem Steuerpflichtigen den Werbungskostenabzug zu (FG Rheinland Pfalz Urt. v. 19.01.2012, 4 K 1270/09).

Das Urteil

Der Bundesfinanzhof folgte hingegen der Auffassung der Finanzverwaltung und lehnte den Werbungskostenabzug ab. Der Telearbeitsplatz wird „büromäßig genutzt und dient der Erledigung gedanklicher, schriftlicher und verwaltungstechnischer Arbeiten“, so der BFH. Der Werbungskostenabzug scheiterte in erster Linie daran, dass der Arbeitgeber des Klägers nicht bestätigen konnte, dass dem Steuerpflichtigen sein Büro an den Heimarbeitstagen nicht zur Verfügung steht (Urt. v. 26.02.2014, VI R 40/12).

Arbeitsplatz-Auslagerungen

Das aktuelle Urteil zeigt aber auch, dass ein Werbungskostenabzug in jenen Fällen nicht ausgeschlossen ist, in denen dem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber für die Zeit der Nutzung des Telearbeitsplatzes nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Gerade in Fällen, in denen der Arbeitgeber Arbeitsplätze ganz oder teilweise in den häuslichen Bereich seiner Mitarbeiter verlagert, ist im Einzelfall zu prüfen, ob der in der Privatwohnung unterhaltene Arbeitsplatz einem der Abzugsbeschränkung unterliegenden häuslichen Arbeitszimmer entspricht.

Stand: 27. Juli 2014

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

Werbungskosten für häuslichen Telearbeitsplatz

BFH verneint den Werbungskostenabzug

BFH verneint den Werbungskostenabzug

Der Fall

Ein Beamter hatte mit seinem Dienstherrn vereinbart, an regelmäßigen Wochenarbeitstagen zu Hause zu arbeiten. Der Dienstherr richtete einen sogenannten Telearbeitsplatz ein. Die Kosten für Heizung, Strom und das Mobiliar trug der Steuerpflichtige. Das Finanzamt lehnte die Anerkennung dieser Kosten (509 €) als Werbungskosten ab. Das erstinstanzliche Finanzgericht sprach dem Steuerpflichtigen den Werbungskostenabzug zu (FG Rheinland Pfalz Urt. v. 19.01.2012, 4 K 1270/09).

Das Urteil

Der Bundesfinanzhof folgte hingegen der Auffassung der Finanzverwaltung und lehnte den Werbungskostenabzug ab. Der Telearbeitsplatz wird „büromäßig genutzt und dient der Erledigung gedanklicher, schriftlicher und verwaltungstechnischer Arbeiten“, so der BFH. Der Werbungskostenabzug scheiterte in erster Linie daran, dass der Arbeitgeber des Klägers nicht bestätigen konnte, dass dem Steuerpflichtigen sein Büro an den Heimarbeitstagen nicht zur Verfügung steht (Urt. v. 26.02.2014, VI R 40/12).

Arbeitsplatz-Auslagerungen

Das aktuelle Urteil zeigt aber auch, dass ein Werbungskostenabzug in jenen Fällen nicht ausgeschlossen ist, in denen dem Arbeitnehmer ein Arbeitsplatz beim Arbeitgeber für die Zeit der Nutzung des Telearbeitsplatzes nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Gerade in Fällen, in denen der Arbeitgeber Arbeitsplätze ganz oder teilweise in den häuslichen Bereich seiner Mitarbeiter verlagert, ist im Einzelfall zu prüfen, ob der in der Privatwohnung unterhaltene Arbeitsplatz einem der Abzugsbeschränkung unterliegenden häuslichen Arbeitszimmer entspricht.

Stand: 27. Juli 2014

Steuerliche Behandlung von Elektro- und  Hybridelektrofahrzeugen

Steuerliche Behandlung von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Neues BMF-Schreiben zur betrieblichen und privaten Nutzung

Steuervergünstigung

Die private Nutzung von betrieblichen Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen ist seit dem Veranlagungszeitraum 2013 steuerbegünstigt. Die Begünstigung besteht darin, dass die für die Berechnung der steuerpflichtigen privaten Nutzungsentnahme maßgeblichen Anschaffungskosten um die Mehrkosten für das Batteriesystem zu kürzen sind.

Neues BMF-Schreiben

Das Bundesfinanzministerium hat in einem neuen BMF-Schreiben v. 05.06.2014, IV C 6 S 2177/13/10002 Details zu den Steuervergünstigungen erläutert. Danach gilt bei:

Anwendung der 1 %-Methode

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können von dem inländischen Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung (der Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Entnahmewertes für die Privatnutzung) abgezogen werden. Der Abzug ist allerdings nicht in Höhe der Gesamtkosten zulässig, sondern nur bis zur Höhe eines von der Batteriekapazität abhängigen Minderungsbetrages. Dieser beträgt beispielsweise bei Anschaffung eines solchen Fahrzeugs in 2014 450 € je Kilowattstunde Batteriekapazität, höchstens jedoch 9.500 €. Der Minderungsbetrag verringert sich jedes Jahr um 50 € je Kilowattstunde. Er beträgt im Jahr 2022 (dem letzten Jahr der Steuerförderung) noch 50 € für eine Kilowattstunde Batteriekapazität.

Führung eines Fahrtenbuches

Die Mehrkosten für das Batteriesystem können für die Ermittlung der Gesamtkosten bzw. bei der Ermittlung des privaten Nutzungsanteils von der Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (AfA) des Fahrzeuges abgezogen werden. Die Minderungsbeträge entsprechen jenen, die bei Anwendung der 1 % Methode zum Abzug kommen. Beträgt beispielsweise der Listenpreis des Fahrzeugs mit einer Batterieleistung von 10 Kilowattstunden 40.000 €, mindert sich die AfA-Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des privaten Nutzungsanteils um 4.500 € (450x10) auf 35.500 €. Daraus ergibt sich eine AfA pro Jahr (Nutzungsdauer 6 Jahre) von 5.916,66 €. Hinzu kommen Aufwendungen für Strom (890 €) und Versicherung (1.000 €). Die Summe der geminderten Gesamtaufwendungen beträgt demnach 7.806,66 €. Der steuerpflichtige private Nutzungsanteil beträgt bei einer Privatnutzung gemäß Fahrtenbuch von 20 % 1.561,33 €. Die steuerliche Abschreibung des Fahrzeuges im Betrieb ist von der Minderung der AfA-Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Gesamtkosten und des privaten Nutzungsanteils unberührt.

Anwendungszeitraum

Die Steuervergünstigungen gelten für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die ab dem 01.01.2013 und bis zum 31.12.2022 angeschafft worden sind.

Stand: 27. Juli 2014

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Internationale Steuerschlupflöcher schließen

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Bundesrat drängt zur Bekämpfung des internationalen Steuerwettbewerbs

Grenzüberschreitende Gewinnverlagerungen

Nach Schätzungen der Europäischen Union (Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments vom 04.12.2013) sollen den EU-Staaten etwa 1 Bio. € im Jahr an Steuereinnahmen durch Steuerflucht und Steuerumgehung verloren gehen. Hauptursachen dafür sind gemäß Entschließung des Bundesrates (Drucks. 205/14) die doppelte Nichtbesteuerung von Einkünften („weiße Einkünfte“) bzw. der doppelte Betriebsausgabenabzug („double dip“). Der Bundesrat fordert zeitnah die Schaffung nationaler Regelungen.

Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

Bereits 2011 hat die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag über eine „Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)“ präsentiert. Ziel ist die Einführung gemeinsamer Regeln für die Körperschaftsteuer, um so dem Steuerwettlauf nach unten und dem Steuerdumping entgegenzutreten. Namentlich erwähnt der Bundesrat in seiner Entschließung die sogenannten „Patentboxen“.

Anzeige- und Registrierungspflichten

Für internationale Steuergestaltungen soll eine europaweite Anzeige- und Registrierungspflicht eingeführt werden. Als Vorlage hierzu dient die bereits bestehende Registrierungspflicht in Großbritannien. Nach derzeit geltendem Recht (§ 138 Abs. 2 der Abgabenordnung) ist die Gründung und/oder der Erwerb von Betrieben und Betriebsstätten im Ausland oder der Erwerb von Beteiligungen an ausländischen Personen- und Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten relevanten Beteiligungsgrenze meldepflichtig.

Stand: 27. Juli 2014

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Scheinrenditen aus Schneeballsystemen

Einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt.

Schneeballsysteme

Geprellte Anleger, die einem Anlagebetrüger aufgesessen sind, der ein Schneeballsystem betreibt, müssen ihre sogenannten Scheinrenditen versteuern. Eine Leistungsfähigkeit ist gegeben, wenn die vom Anleger angeforderten Ausschüttungen auf sein Verlangen hätten ausgezahlt werden können. Unbedeutend ist, ob der Betreiber des Schneeballsystems den Anlegern die Wiederanlage nahelegt, um den Zusammenbruch des Schneeballsystems zu verhindern. Im Streitfall hatte das Finanzamt nicht tatsächlich ausgezahlte, sondern auf Drängen des Betrügers wiederangelegte Erträge der Besteuerung unterworfen (BFH Urteil vom 11.02.2014, VIII R 25/12).

Stand: 27. Juli 2014

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Gehaltsbestandteile eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers

Vereinbarte Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen.

Zuflussfiktion

Nicht selten lässt sich ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Teile seiner im Anstellungsvertrag vereinbarten Geschäftsführergehälter nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt auszahlen. Das heißt nicht, dass der Geschäftsführer darauf keine Lohnsteuern zahlen müsste. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in ständiger Rechtsprechung in diesen Fällen eine Zuflussfiktion bejaht, und zwar bereits mit Fälligkeit der Gehaltsteile. Die Finanzverwaltung ist in dem neuen Schreiben vom 12.05.2014, (IV C 2 - S 2743/12/10001) der Auffassung des BFH gefolgt. Unerheblich für die Zuflussfiktion ist dabei, ob sich der Vorgang in der Bilanz der Kapitalgesellschaft tatsächlich gewinnmindernd ausgewirkt hat.

Verdeckte Einlagen

Lässt sich der GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer die vertraglichen Gehaltsbestandteile nicht nur später auszahlen, sondern verzichtet er letztlich darauf, liegt eine verdeckte Einlage vor. Als verdeckte Einlage gelten Zuwendungen eines Gesellschafters an die Kapitalgesellschaft, die nicht auf gesellschaftsvertraglichen Regelungen basieren. Verdeckte Einlagen dürfen sich nicht auf den Gewinn der Gesellschaft auswirken und müssen außerhalb der Bilanz korrigiert werden. Beim Gesellschafter-Geschäftsführer erhöhen sie die Anschaffungskosten auf seine Beteiligung. Ob der Geschäftsführer für den Gehaltsverzicht Lohnsteuern zahlen muss, hängt davon ab, ob er nach Anspruchsentstehung verzichtet oder davor. Verzichtet er nach Anspruchsentstehung, besteht Lohnsteuerpflicht. Im anderen Fall nicht (vgl. H 40 der Körperschaftsteuerrichtlinien).

Stand: 27. Juli 2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für  Rentner seit 01.07.2014

Neue Hinzuverdienstgrenzen für Rentner seit 01.07.2014

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern.

Hinzuverdienst

Rentnerinnen und Rentner können sich ihre Rente durch einen Nebenjob aufbessern. Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente ab Erreichen der Regelaltersrente, ist ein Hinzuverdienst unbegrenzt möglich. Die Regelaltersrente ist erreicht ab dem 65. Lebensjahr.

Hat der Nebenerwerbsrentner die Regelaltersrente nicht erreicht, darf das erzielte Arbeitsentgelt die geltenden Hinzuverdienstgrenzen nicht überschreiten. Andernfalls droht dem Rentenbezieher die Kürzung seiner Rente.

Hinzuverdienstgrenzen ab 01.07.2014

Altersvollrente

Bezieht der Rentner/die Rentnerin eine Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersrente dürfen maximal 450 € monatlich hinzuverdient werden.

Altersteilrente

Bei Bezug einer Altersteilrente vor Erreichen der Regelaltersrente werden die Hinzuverdienstgrenzen individuell berechnet. Die Deutsche Rentenversicherung hat in einer aktuellen Broschüre (16. Auflage 7/2014 Seite 10) die ab dem 1.7.2014 geltenden Hinzuverdienstgrenzen für Durchschnittsverdiener veröffentlicht. Als Durchschnittsverdiener gilt, wer in den letzten drei Kalenderjahren vor seinem Rentenbeginn monatlich 2904,74 € verdient hat . . Beträgt die Altersteilrente 1/3 von der Altersvollrente, kann der Durchschnittsverdiener bis zu 2073,75 € in den alten Bundesländern bzw. bis zu 1912,84 € in den neuen Bundesländern hinzuverdienen. Beträgt die Altersteilrente hingegen die Hälfte der Vollrente, können bis zu 1576,05 € (alte Bundesländer) bzw. 1453,76 € (neue Bundesländer) hinzuverdient werden.. Bei einer Teilrente von 2/3 betragen die Hinzuverdienstgrenzen 1078,35 € (alte Bundesländer) bzw. 994,68 € (neue Bundesländer. Bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen werden die Rentenleistungen im Regelfall gekürzt.

Stand: 12. August 2014