Betriebswirtschaft: Balanced Scorecard

Betriebswirtschaft: Balanced Scorecard

Effizientes Kennzahlensystem für das Unternehmen

Begriff

Balanced Scorecard (BSC) steht wörtlich übersetzt für „ausgewogenes Kennzahlensystem“. Das primäre Ziel dieses 1992 von Robert Kaplan und David Norton entwickelten Kennzahlensystems liegt in der Abbildung, Messung und Kommunikation der wesentlichen Erfolgsfaktoren im Unternehmen und aller Beteiligten.

Betrachtungsweisen der BSC

Das BSC-Kennzahlensystem durchleuchtet ein Unternehmen aus vier verschiedenen Gesichtspunkten: finanzwirtschaftliche Perspektive, kundenbezogene Perspektive, interne Prozessperspektive sowie Innovations- und Wachstumsperspektive.Anders als ein reines Finanzkennzahlensystem liefert die Balanced Scorecard daher auch Orientierungsgrößen zur Realisierung strategischer Ziele, wie Kundenbindung, Mitarbeiterqualifikation, Forschung und Entwicklung. Wichtig im Rahmen der Einführung einer Balanced Scorecard ist die Einführung konkreter Meldegrenzen, damit die Unternehmensleitung frühzeitig von potenziellen Fehlentwicklungen erfährt.

Ziel: Performanceverbesserung

Die BSC verspricht eine deutliche Verbesserung der Performance des Unternehmens. BSC verbessert auch die Ausgangslage für Verhandlungen zur Kapitalbeschaffung. Denn die kreditgebenden Banken sind durch Basel III mehr denn je gezwungen, sich nicht nur mittels traditioneller Bilanzkennzahlen ein Bild von der Vergangenheit, sondern auch von der Zukunft des Kredite beantragenden Unternehmens zu machen.

Stand: 12. August 2012

Besteuerung grenzüberschreitender Vorgänge

Besteuerung grenzüberschreitender Vorgänge

Jahressteuergesetz 2013 erweitert Anwendungsbereich des Außensteuergesetzes deutlich

Außensteuergesetz

Das Außensteuergesetz (AStG) regelt Steuergestaltungen mit Niedrigsteuerländern. Es enthält u.a. diverse Vorschriften zur Gewinnabgrenzung und Gewinnverteilung, die die Verlagerung von steuerbaren Einkünften in niedrigbesteuerte Gebiete weitestgehend verhindern sollen.

Fremdvergleichsgrundsatz

Ein wesentlicher Grundsatz zur Gewinnabgrenzung bzw. zur Verhinderung von Gewinnverlagerungen ist der Fremdvergleichsgrundsatz, der besagt, dass grenzüberschreitende Geschäfte zwischen nahestehenden Personen (darunter fallen insbesondere Geschäftsbeziehungen zwischen Stammhaus und Betriebsstätte oder zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften) wie unter fremden Dritten abzurechnen sind. Dieser Grundsatz wird künftig für alle Investitionsalternativen verbindlich eingeführt, also insbesondere auch für Personengesellschaften, Mitunternehmerschaften und Betriebsstätten (§ 1 Abs. 1 Satz 2 AStG-E).

Geschäftsbeziehung

Wesentlich erweitert wird auch der Begriff der Geschäftsbeziehung. Unter einer solchen wird nicht mehr nur eine „schuldrechtliche Beziehung“ (alte Definition) verstanden, sondern jeder den Einkünften zugrunde liegende „wirtschaftliche Vorgang“ (§ 1 Abs. 4 AStG-E). Damit werden Geschäftsverhältnisse zwischen einem Unternehmen und seiner Betriebsstätte (zwischen diesen sind und waren bislang keine schuldrechtlichen Beziehungen möglich) in den Anwendungskreis des AStG klar einbezogen.

Stand: 12. August 2012